Unfall im Betonwerk: Arbeiter schwer verletzt
Kaltenkirchen - Großeinsatz für Rettungskräfte im Betonwerk: Gestern gegen 11.30 Uhr verunglückte im Gewerbegebiet Moorkaten ein Arbeiter und wurde dabei schwer verletzt. Ein Arm des 33-jährigen Kaltenkircheners war zwischen einer Walze und einem Förderband in einer der Betonmischanlagen eingeklemmt. Der Unfall geschah auf einer Plattform in fast zwölf Meter Höhe. Aus eigener Kraft konnte sich der Verunglückte nicht befreien, auch zu Hilfe geeilte Kollegen waren machtlos. Deshalb wurde die Feuerwehr alarmiert: In fünf Fahrzeugen rückten fast 30 Einsatzkräfte auf dem riesigen Betriebsgelände mit mehreren Hallen und Kränen an. "Wir kennen zwar den Betrieb, aber ohne die sofortige Einweisung durch Mitarbeiter des Betonwerks wären wir nicht so schnell an die Unfallstelle gelangt", lobte Einsatzleiter Volker Mohr die Zusammenarbeit. Schweres Bergungsgerät wurde die Stahltreppen zur Plattform hochgeschleppt. Das Förderband ließ sich leicht durchschneiden, doch der Arm blieb zunächst eingeklemmt. Erst mit Hilfe eines hydraulischen Spreizers konnten Metallteile der Anlage so angehoben werden, dass der verletzte Arbeiter befreit werden konnte. Der Mann wurde danach auf einer Trage vom Mischturm transportiert und in einem Rettungswagen behandelt. Inzwischen war ein Hubschrauber angefordert worden. Der Helikopter landete auf der Asphaltfläche neben dem Parkplatz des Betonwerks. Dorthin rollte der Rettungswagen, der Patient wurde behutsam umgeladen. Danach wurde der 33-Jährige in die Unfallklinik nach Hamburg-Boberg geflogen.
Nach Auskunft der Polizei waren gestern die Ermittlungen zur Unglücksursache noch nicht abgeschlossen.
Der gestrige Betriebsunfall war nicht das erste schlimme Unglück in dem Betonwerk im Gewerbegebiet Moorkaten. Vor sieben Jahren war dort ein 58-jähriger Hamburger bei einem Rangiermanöver von einem Lastwagen eingeklemmt worden. Der Mann erlag wenig später im Krankenhaus den schweren Verletzungen.
Quelle:
Segeberger
Zeitung
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erschienen am
5. Februar 2009