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Jahresbericht 1993

1. Mitglieder
2. Ausbildungsstand
3. Einsätze
4. Dienstplan
5. Veranstaltungen
6. Zusammenarbeit mit Kaltenkirchener Vereinen und befreundeten Verbänden
Abschließende Bemerkungen


1. Mitglieder

Die Freiwillige Feuerwehr Kaltenkirchen hatte am 31.12.1993 folgenden Personalstand:
4 Ehrenmitglieder, 68 Aktive Kameraden, 24 Jugendfeuerwehrleute, 565 Passive Mitglieder

Im Berichtsjahr verstarb unser Ehrenmitglied und Altbürgermeister Günter Fehrs, der sich jahrelang in vorbildlicher Weise für die Belange der Feuerwehr eingesetzt hat.

Bedingt durch einen Wohnortwechsel verließ der Kamerad Lars Kress die Wehr.

Aus der Jugendfeuerwehr wurden die Kameraden Jörn Ehrke, Holger John und André Schallert übernommen und aufgrund ihres hervorragenden Ausbildungsstandes zum Feuerwehrmann befördert.

Die Zahl der passiven Mitglieder ist trotz des starken Bevölkerungszuwachses in Kaltenkirchen in den letzten Jahren fast konstant geblieben. Hier wäre es wünschenswert, wenn wir im Berichtsjahr 1994 neue Mitglieder werben könnten.


2. Ausbildungsstand

Der vorbildliche Ausbildungsstand der Wehr konnte auch im Berichtsjahr 1993 gehalten und verbessert werden.

Innerhalb der Wehr wurden die Kameraden auf Gruppen- und Wehrdiensten, sowie auf den Sonderdiensten, wie der Atemschutz-, Drehleiter-, Gefahrgut-, Rüstwagen- und der Maschinisten- und Fahrer-Ausbildung aus- bzw. weitergebildet. Hier gilt der Dank allen Ausbildern der Wehr.

Nicht vergessen darf man die Ausbilder der Jugendfeuerwehr, mit dem Jugendwart Thomas Schwedas-Kassebaum an der Spitze, die, zusätzlich zu allen anderen Diensten, fast jeden Mittwoch den jüngsten Kameraden zur Verfügung stehen.

Um die Aus- und Weiterbildungen innerhalb der Wehr durchführen und um den aktuellsten Stand weitergeben zu können, war es auch im abgelaufenen Berichtsjahr notwendig, daß Kameraden an Lehrgängen beim Kreisfeuerwehrverband, an der Landesfeuerwehrschule in Harrislee, beim DRK und an der Katastrophenschutzschule in Ahrweiler teilgenommen haben.

Folgende Lehrgänge wurden besucht:

Atemschutz: Guido Habeck, Torben Lange, Stephan Lüdke, André Schallert

Gefährliche Stoffe und Güter, Teil 1: Claus Liebe, Uwe Schönhoff

Truppführer: Guido Habeck, Uwe Schönhoff, Torben Lange, Thorsten Hensel, Stefan Löding

Motorsägen: Stephan Lüdke

Erste Hilfe: Erich Blöcker, Norbert Göttsche, Holger Hensel, Holger John, Jürgen Koch, Roman Koch, Dirk Krell, Stephan Lüdke, Werner Steenbuck, Jürgen Wittgrefe

Gruppenführer 1: Holger Hensel

Gerätewart: Volker B. Mohr

Führer von Verbänden: Jürgen Wagner

Führer in der Technischen Einsatzleitung: Hans-Peter Schultheiß

Zusammenwirken der Fachdienste: Hans-Peter Schultheiß

Allen Lehrgangsteilnehmern herzlichen Dank dafür, daß Sie neben den normalen Ausbildungsdiensten und dem Einsatzgeschehen auch noch hierfür Zeit gefunden und Ihre Freizeit für den Brandschutz geopfert haben.


3. Einsätze

1993 mußte die Wehr zu 139 Einsätzen ausrücken. Davon wurden 51 Einsätze an Wochentagen in der Zeit von 7:00 bis 17:00 Uhr, 49 in der Zeit von 17:00 bis 7:00 Uhr und an den Wochenenden und an Feiertagen 39 Einsätze gefahren.

2040 Kameraden waren 133,5 Stunden an Einsätzen beteiligt. Rechnet man die Einsatzstunden in Arbeitstage um, so wäre jeder Kamerad fast einen Arbeitsmonat zum Wohle unserer Mitbürger von Familie und Arbeit getrennt.

Auf unser Gemeindegebiet entfielen 119 Einsätze, nachbarschaftliche Löschhilfe wurde von uns 20 mal gefordert und durchgeführt.

Die Einsätze gliedern sich wie folgt auf:
35 Kleinbrände, 8 Mittelbrände, 3 Großbrände

Darunter waren auch 9 Kraftfahrzeug- und 8 Containerbrände zu verzeichnen. Einer der Großbrände vernichtete den Kuhstall bei Bauer Wagner im Stadtgebiet. Daß das Feuer nicht auf das reetgedeckte Nachbarhaus übergriff, verdanken wir nicht nur dem schnellen Eingreifen der eigenen Wehr, sondern insbesondere auch unseren Nachbarwehren, die laut Alarmplan sofort nachalarmiert wurden. Vielen Dank für die Nachbarschaftshilfe.

Der schnelle Alarmierungsweg und das sicherlich schnelle und fachgerechte Eingreifen der Wehr spiegeln sich in diesen Zahlen gut wieder. Ob wir auch in Zukunft so schnell eingreifen können, bleibt aufgrund der Umstellung fast aller Straßen im Stadtgebiet auf TEMPO 30 und vor allem auf die Vorfahrtsregelung RECHTS VOR LINKS, fraglich.

Technische Hilfe wurde unter anderem bei 13 Verkehrsunfällen geleistet.

Verkehrsunfälle:
2 Fallschirmspringer wurden aus Bäumen gerettet, 3 Personen wurden lebend aus Kraftfahrzeugen befreit, 2 Personen konnten leider nur Tod geborgen werden, 6 mal mußten durch uns Fahrzeuge geborgen und die Straße gereinigt werden.

Sturm- und Wasserschäden, sowie sonstige Hilfeleistungen erforderten 43 mal unseren Einsatz, davon entfielen alleine 26 in den Januar.

Durch die gute Zusammenarbeit mit den Mitarbeitern des Bauhofes, die kleinere Ölspuren im Stadtgebiet am Tage selber abstreuen, mußten wir zu Ölspuren nur 5 mal ausrücken. 13 mal lief Öl und Benzin nach Unfällen aus und wurde durch uns aufgenommen.

Wie schnell aus einer kleinen Meldung wie: "Läuft Öl oder Benzin aus!" ein großer Einsatz werden kann, das erfuhren wir in der Kieler Straße bei der Fa. Süfke. Erst nach dem Eintreffen des ersten Fahrzeuges am Einsatzort konnte die Situation erkannt und anschließend alle nötigen Kräfte mobilisiert werden. Mehrere 1.000 Liter Dieselkraftstoff waren damals beim Befüllen der Tankstelle ausgelaufen und in die Kanalisation eingedrungen. Dem THW und allen anderen Helfern, die uns bei diesem Einsatz tatkräftig unterstützt haben, möchten wir an dieser Stelle unseren Dank aussprechen.

Außerdem wurde eine Sicherheitswache und eine überörtliche Alarmübung durchgeführt.

Leider mußten wir im Berichtsjahr auch wieder 17 Fehlalarme verzeichnen, wozu in diesem Jahr aber kein böswilliger Alarm gehörte.

Verbraucht wurden bei Einsätzen 119 Sack Bindemittel, 140 l Schaummittel und 135.000 l Atemluft. Schläuche wurden auf einer Länge von 4115 m ausgerollt.


4. Dienstplan

Folgende Dienste wurden 1993 durchgeführt:
13 Arbeitstagungen des Vorstandes (sowie 1 Sitzung mit dem Magistrat der Stadt), 1 Jahreshauptversammlung, 11 Wehrdienste, 1 Jahreshauptübung, 45 Gruppendienste, 2 Drehleiterausbildungen, 3 Gefahrgutausbildungen, 4 Maschinisten- und Fahrerausbildungen, 3 Rüstwagenausbildungen, 2 Atemschutzausbildungen auf der Übungsstrecke in Ahrenlohe

Fünf Dienste wurden zusammen mit anderen Wehren und mit dem DRK durchgeführt.

Insgesamt haben an den 85 Diensten in 189 Stunden 1333 Kameraden teilgenommen. Nehmen wir beispielsweise ein Vorstandsmitglied, das an allen Diensten teilgenommen hat, so würde diese Person auf durchschnittlich 109 Stunden kommen.

Nicht hierin enthalten sind die Einsätze, weitere Ausbildungen z. B. bei der Technischen Einsatzleitung, dem ABC-Zug, den Flugbeobachtern, die Teilnahme an Katastrophenschutzübungen, den Aus- und Weiterbildungen der eigenen Person, die Aus- und Weiterbildung anderer Personen beispielsweise auf Kreislehrgängen, die Teilnahme an überörtlichen Sitzungen der Kreis- und Landesverbände, Sitzungen und Vorbereitungen des Festausschußes, Veranstaltungen, die die Kameradschaft mit den eigenen Kameraden verstärken sollen, aber auch solche, bei denen man sich mit anderen Verbänden und Vereinen trifft und vergleicht, und nicht zuletzt auch die Veranstaltungen, bei denen man sich der Öffentlichkeit zur Schau stellt, sei es ein Tag der offenen Tür oder eine Besichtigung der Feuerwache.

Nicht vergessen darf man bei dieser Aufzählung die unzähligen Stunden, die der sogenannte Technische Dienst Woche für Woche benötigt, um Fahrzeuge, Gerät und Feuerwache in einen ordentlichen Zustand zu versetzen. Sicherlich wird ein Teil dieser aufwendigen Arbeiten vom hauptamtlichen Gerätewart Volker B. Mohr durchgeführt, dem unser aller Dank gebührt, jedoch ist lange nicht alles während der 20 Stunden zu schaffen, die ihm in der Woche für die Feuerwehr zur Verfügung stehen.


5. Veranstaltungen

Folgende Veranstaltungen wurden im vergangenen Berichtsjahr durchgeführt:
09.01.93 traditionelles Grünkohlessen in Tietjes Gasthof in Nützen, 25.04.93 Einweihung des Umbaus der Feuerwache, 08.05.93 Einweihung der Holstenstraße, 26.06.93 Fahrradrallye, 29.08.93 Tag der offenen Tür, 01.10.93 Laternenfest mit Umzug durch Kaltenkirchen, 09.10.93 Preisskat und Knobelabend, 30.10.93 Herbstfest, 13.11.93 Jahreshauptübung am Rathaus, 12.12.93 Kinderweihnachtsfeier, 16.12.93 Weihnachtsfeier der Wehr

Herausragend waren sicherlich der Tag der offenen Tür, der eine sehr gute Resonanz bei der Kaltenkirchener Bevölkerung gefunden hat, sowie das Laternenfest vor dem Rathaus. An dieser Stelle sei auch einmal der Presse gedankt, die uns immer wieder bei solchen Veranstaltungen durch Ankündigungen und nachfolgende Berichte unterstützt.

Vor allem wollen wir aber den Kameraden des Festausschußes danken, die auch in diesem Jahr nicht nur alle Hände voll zu tun hatten, sondern es auch meisterlich verstanden alle Veranstaltungen zum guten Gelingen zu verhelfen. Seien wir also gespannt, womit Sie uns 1994 überraschen werden.


6. Zusammenarbeit mit Kaltenkirchener Vereinen und befreundeten Verbänden

Einen festen Platz im Terminkalender der Feuerwehr haben das Motorcrossrennen Onkel Tom's Hütte, der Marsch um den Segeberger See, sowie das Schützenfest im Juni. Auch in diesem Jahr nahmen daran wieder 3 Mannschaften teil. Die Herrenmannschaften belegten dabei den ersten und den dritten Platz, die Damenmannschaft einen ebenfalls hervorragenden ersten Platz. Auch der Volkskönig konnte zum wiederholten Male aus den Reihen der Feuerwehr gestellt werden. Dieses Mal war der Kamerad Jürgen Koch erfolgreich. Ein weiterer erster Platz wurde vorher schon beim Vergleichsschießen erreicht, das die Stadt im Februar ausgerichtet hatte. Dabei und bei einem Vergleichsschießen, das die Patenkompanie der Bundeswehr aus Boostedt veranstaltete, kamen sich viele der Beteiligten näher.

Bei einem Wettkampf für Atemschutzgeräteträger in Bad Segeberg, erreichten die teilnehmenden Kameraden einen undankbaren 4. Platz. Gleichzeitig nahm eine andere Gruppe der Wehr an der jährlichen Fahrübung des Kreisfeuerwehrverbandes teil.
 

Abschließende Bemerkungen

Zum Schluß des Jahresberichtes möchten wir es nicht versäumen den Verantwortlichen der Stadt, allen voran dem Bürgervorsteher Herrn Stanek und dem Bürgermeister Herrn Zobel, dem Magistrat und der Stadtvertretung, aber auch den Damen und Herren der Verwaltung, die für uns im Rathaus arbeiten und Verantwortung tragen, unseren Dank auszusprechen.

Wir wünschen uns auch für die Zukunft eine ebenso gute Zusammenarbeit, wie sie gerade in den letzten Jahren stattgefunden hat, und wie sie in einer Zeit notwendig wird, in der wir mit engeren Haushalten rechnen müssen. Dieser Situation sind wir uns bewußt, auch wenn wir in Zukunft weiter darauf bedacht sein werden, den Brandschutz und die Technische Hilfeleistung durch unsere Forderungen auf einen hohen Stand zu bringen und durch unsere Arbeit zu erhalten.

Bedanken möchten wir uns auch bei der Polizei, dem DRK, dem THW, der DLRG und allen anderen Verbänden, die mit uns gemeinsam arbeiten.

Der größte Dank für die geleistete Arbeit im Jahr 1993 gilt aber den Kameraden aus der Wehr und den Kameraden aus der Jugendfeuerwehr. Mögen diese auch 1994 nicht Müde werden und zum Wohle aller Bürger, EHRENAMTLICH und FREIWILLIG, wieder viele Aufgaben übernehmen und bewältigen.

Kaltenkirchen, den 31. Dezember 1993


Jürgen Wagner, HBM (Gemeindewehrführer), Holger Gebauer, HFM (Schriftwart)
 

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