Jahresbericht 2005
1. Mitglieder
2. Ausbildungsstand
3. Einsätze
4. Dienstplan
5. Veranstaltungen
6. Zusammenarbeit mit Kaltenkirchener Vereinen und
befreundeten Verbänden
7. Personalien
Abschließende Bemerkungen
Die Freiwillige Feuerwehr Kaltenkirchen hatte
am 31.12.2005 folgenden Personalstand:
18 Ehrenmitglieder, 94 Aktive Kameraden (darunter 7 Frauen), 25 Kameradinnen
und Kameraden in der Jugendfeuerwehr, 465 Fördernde Mitglieder
Aus der Jugendfeuerwehr wurden Annkathrin Kassebaum und Ralf Storjohann übernommen.
Andreas Beran, Dr. Andreas Spiegel und Bürgermeister Ingo Zobel traten im Berichtsjahr in die Wehr ein.
Auf Gruppen-, Wehr- und Sonderdiensten wurden die Kameraden wehrintern aus- und weitergebildet.
Die Erste-Hilfe-Ausstattung der FF Kaltenkirchen konnte in diesem Jahr entscheidend verbessert werden. Die Beschaffung eines AED (Elektroschockgerät zur Behandlung von Herzstillständen auch durch Laien) stellt eine deutliche Verbesserung der Versorgungsmöglichkeit von Verletzten und Erkrankten, sowie der Sicherstellung der Versorgung der eigenen Kameraden dar.
In der FF Kaltenkirchen versehen 2 Notärzte mit
der Zusatzqualifikation Leitender Notarzt, 10 Rettungsassistenten (z.T. mit
der Zusatzqualifikation Organisatorischer Leiter oder
Lehrrettungsassistent), sowie 6 Rettungssanitäter ihren Dienst. Sie stellen
mit der zur Verfügung stehenden Ausrüstung (5 Tragen, 2 Korbtragen, 1
Rettungsbrett, 1 Rettungsrucksack mit Intubationsmöglichkeit, 3 große
Feuerwehrverbandkästen, einer davon ebenfalls als Rucksatz, jeweils mit
Beatmungs- und Infusionsmöglichkeiten) eine wertvolle Ergänzung zum
Rettungsdienst und zur Sicherung der eigenen Kameraden dar.
Damit die Aus- und Weiterbildungen innerhalb der Wehr, sowie auf Kreisebene
bei Lehrgängen des Kreisfeuerwehrverbandes aktuell durchgeführt werden
können, war es auch im abgelaufenen Berichtsjahr notwendig, dass Kameraden
an Lehrgängen beim Kreisfeuerwehrverband, beim DRK, an der
Landesfeuerwehrschule in Harrislee, sowie an der Landesfeuerwehrschule in
Hamburg teilgenommen haben.
Folgende Lehrgänge wurden besucht:
Tragen von Atemschutzgeräten: Birger Böckel, Tobias Eilert, Sascha Krause, Torben Möller, Jan Stampnik, Peter Steffen
Maschinistin/Maschinist: Britt Steenbuck, Chistian Curth, Sascha Krause, Torben Möller, Jan Stampnik
Sprechfunken: Claas H. Heß, Daniel Mohr, Annkathrin Kassebaum, Sascha Krause, Thomas Krayenborg, Andreas Kroll, Jan Stampnik
Gefährliche Stoffe und Güter, Teil 1: Eric Blöcker, Thomas Hansen-Jäckel, Sascha Krause, Jan Stampnik
Führen von Motorsägen: Sascha Krause, Jan Stampnik, Sven Wilken
Truppführung: Sebastian Baumann, Eric Blöcker, Sascha Krause, Thomas Krayenborg, Peer Schultheiß, Jan Stampnik, Carmen Wittorff
Pflege von Atemschutzgeräten: Lars Steenbuck
Fortbildung für Führungsgruppen: Michael Gripp
Gruppenführung I und II: Andreas Kroll
Drehleiterlehrgang: Jan Steinert
Allradtraining/Daimler-Crysler: Jan Reiser
Eine Erhöhung der Sicherheit in modernen Verkehrsmitteln erfordert es, dass
wir uns weiter spezialisieren müssen. Die Kameraden Björn-Jan Kleist, Jan
Reiser und Dr. Stefan Paululat nahmen deshalb an den Rescue-Days in Augsburg
teil. Dort erfuhren Sie Ende September das Neueste zum Thema
Patientengerechte Verkehrsunfallrettung aus PKW, LKW und Bus. Drei Tage lang
wurden dabei neue Standardeinsatzregeln erarbeitet, die bereits intensiv an
alle Anderen weitergegeben wurden. Auch für 2006 stehen verschiedene
Ausbildungen zu diesem Thema an.
An einem Planungsseminar der Katastrophenschutzbehörde nahmen 6 Kameraden an der Landesfeuerwehrschule in Harrislee teil. Ziel der Übung war es eine Notfallstation zu installieren und zu betreiben.
Allen Lehrgangsteilnehmern herzlichen Dank
dafür, dass Sie neben den normalen Ausbildungsdiensten und dem
Einsatzgeschehen auch hierfür noch Zeit gefunden und Ihre Freizeit, in
vielen Fällen sogar ihren Urlaub, für den Brandschutz geopfert haben.
Im Jahr 2005 wurden wir zu insgesamt 180 Einsätzen alarmiert.
Dabei entfielen auf unser Gemeindegebiet 164
Einsätze, nachbarschaftliche Hilfe wurde von uns 16 mal gefordert und
durchgeführt.
Die Einsätze gliedern sich wie folgt auf:
22 Kleinbrände der Stufe A, 3 Kleinbrände der Stufe B, 1 Mittelbrand, 1
Großbrand, 79 Technische Hilfeleistungen, 36 Sonstige Einsätze, 3
Tierrettungen, 35 Fehlalarmierungen
Neben diversen PKW Bränden mussten wir in diesem Jahr ungewöhnlich viele Türen für den Rettungsdienst und die Polizei öffnen. Hierzu rückten wir alleine 22 mal aus.
Die Wärmebildkameras wurden nicht nur bei eigenen Einsätzen eingesetzt, sondern auch 8 mal überörtlich angefordert. Die Drehleiter rückte 2 mal überörtlich aus.
"Die eigene Wohnung in die Luft gejagt" hatte im wahrsten Sinne des Wortes ein 36-jähriger Mieter einer Wohnung in der Hamburger Strasse.
Für die eintreffenden Einsatzkräfte bot sich ein Bild der Verwüstung: Wände waren teilweise nicht mehr vorhanden, Trümmerteile waren bis zu 90 Meter weit durch die Luft geschleudert worden.
Nach einer kurzen Phase der Unklarheit, stellte sich dann relativ schnell heraus, dass der Geschädigte 14 Dosen Insektenspray in seiner Wohnung versprüht hatte. Ein Computer sorgte dann für den Zündfunken. Wie durch ein Wunder wurde außer dem Mieter, der sich leichte Verbrennungen zuzog, niemand verletzt.
Brandmeldeanlagen waren wieder der häufigste
Grund für Fehlalarmierungen. Insgesamt 25 verzeichneten wir im abgelaufenen
Berichtsjahr. Dazu kamen noch 10 Blinde Alarme.
Folgende Dienste wurden 2005 durchgeführt:
12 Arbeitstagungen des Vorstandes, 1 Jahreshauptversammlung, 2
Außerordentliche Mitgliederversammlungen, 12 Wehrdienste, 45 Gruppendienste,
12 Technische Ausbildungen, 10 Ausbildungen zum Thema Absturzsicherung, 3
Atemschutzausbildungen, 3 Gruppenführerfortbildungen, 16 Ausbildungsdienste
der Führungsgruppe
Verantwortlich für die Fahrerausbildung war 2005 der Kamerad Jan Reiser. Dieser plante nicht nur verschiedene Fahrerausbildungen, sondern führte auch zahlreiche Einweisungen am neuen LF20/20 durch.
Im Bereich Brandschutzerziehung und –aufklärung, unter Leitung von Jochen Schümann, wurden im Berichtsjahr 6 Kindergartengruppen mit 126 Teilnehmern, 8 Schulklassen mit 183 Teilnehmern, so wie an 6 Elternabenden 47 Eltern unterrichtet.
In der Adventszeit wurden 126 Personen im Umgang mit dem Feuerlöscher und der Löschdecke unterwiesen.
Beim Tag der offenen Tür an der Feuerwache und dem Kindergarten Märchenwald wurden die Besucher zum Thema Rauchmelder aufgeklärt.
Neu aufgenommen in den Ausbildungsplan wurde das Thema Absturzsicherung. Inhalt der Ausbildung ist das Eigen- und Fremdsichern beim Vorgehen in absturzgefährdeten Bereichen, sowie die Personenrettung aus Höhen und Tiefen. 15 Kameradinnen und Kameraden haben sich unter der Leitung des Kameraden Axel Tetzlaff an 10 zusätzlichen Diensten mit dem Einsatz des Gerätesatzes Absturzsicherung beschäftigt.
Der FF Kaltenkirchen stehen 5 Gerätesätze in Rucksäcken mit jeweils einem 60 m Dynamikseil, sowie 4 zusätzliche Falldämpfer, insgesamt 20 Auffanggurte und 2 Rollgliss zur Verfügung. Die Ausrüstung wird im Jahr 2006 unter anderem durch die Beschaffung von Kletterhelmen und einem Flaschenzug erweitert und verbessert.
Highlights der Ausbildung waren die Besteigung
des Fernmeldeturms am Brookweg bis zu einer Höhe von 52,5 m mit
Unterstützung des Leiters der SEG Höhenrettung der BF Hamburg Stefan
Ottilie, die Besteigung von 2 Baukränen bei der Firma JPM in
Henstedt-Ulzburg und der Firma Dodenhof, sowie die Rettung eines Dummies aus
einer Baukrankabine aus 35 m Höhe mit dem Rollgliss.
Bei Einsätzen und Übungen wurden 190 Masken und 17 Vollschutzanzüge
eingesetzt und 295.200 l Atemluft verbraucht. Hier sei den ehrenamtlichen
Atemschutzgerätewarten gedankt, die jede Maske und jedes Gerät reinigen und
überprüfen mussten.
Die Fahrzeuge legten im vergangenen Jahr
insgesamt 28.559 km zurück. Den größten Teil hiervon ist unser Kleinbus mit
11.783 km gefahren. Die Fahrzeuge der TEL fuhren insgesamt 4.760 km.
Folgende Veranstaltungen wurden im vergangenen
Berichtsjahr durchgeführt:
08.01.2005 Grünkohlessen in der Feuerwache, 30.04.2005 Tanz in den Mai,
11.06.2005 Bundeswettkampf der Jugendfeuerwehren in Kaltenkirchen,
18.06.2005 Tag der offenen Tür an der Feuerwache, 21.10.2005 Laternenfest
mit Umzug durch Kaltenkirchen, 11.11.2005 Preisskat- und Knobelabend,
11.12.2005 Kinderweihnachtsfeier, 15.12.2005 Weihnachtsfeier der Wehr
Wie jedes Jahr begann auch dieses für die Feuerwehr Kaltenkirchen mit dem Grünkohlessen in der Feuerwache. Auch 2005 feierten wieder über 160 Kameraden, deren Frauen und natürlich die geladenen Gäste, bis in den frühen Morgen.
Guten Zuspruch hatten wir auch beim Tag der offenen Tür. Nachdem das neue Fahrzeug feierlich übergeben wurde, konnten die Kaltenkirchener Bürger bei bestem Wetter die Fahrzeugausstattung der Wehr begutachten und sich über Rauchmelder informieren. Bei zahlreichen Darstellungen wurde ihnen die Arbeit der Feuerwehr nahe gebracht.
Das Gelingen all dieser Veranstaltungen haben
wir zu einem großen Teil unserem Festausschuss zu verdanken, der auch 2005
wieder hervorragende Arbeit geleistet hat. Karl-Heinz Möller und seinen
Helfern sei hier besonders gedankt.
6. Zusammenarbeit mit Kaltenkirchener Vereinen und befreundeten Verbänden
Zahlreiche Veranstaltungen standen für die Kameradinnen und Kameraden im Jahr 2005 auf dem Dienstplan. So nahmen sie an verschiedenen Veranstaltungen im Stadt- und Kreisgebiet teil. Hierzu zählten unter anderem Veranstaltungen der DLRG, der KT, dem THW, der Patenkompanie 183 und dem Schützenverein.
Nicht zu vergessen die kameradschaftlichen Treffen mit den Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr aus Hellevad/Gemeinde Rodekro in Dänemark. Hier traf man sich beispielsweise zum Grünkohlessen und zu einem Feuerwehrmarsch in Dänemark.
Bei einigen dieser Veranstaltungen konnten Mitglieder der Wehr sportlich glänzen. So gewannen sie das so genannte Blaulichtturnier und das Pokalschießen der Herren beim Schützenfest. Weitere Mannschaften konnten sich ebenfalls vordere Plätze erkämpfen.
Besonders erwähnenswert ist der zweite Platz von Lars Bardenhagen beim 2. Feuerwehrlauf, den der Kreisfeuerwehrverband rund um den Segeberger See ausrichtete.
Aber nicht nur die aktiven Kameraden waren
erfolgreich, sondern vor allem unser Nachwuchs, der erst beim Kreisentscheid
in Kaltenkirchen den ersten und dann beim Landesentscheid in Büchen (Kreis
Herzogtum-Lauenburg) den zweiten Platz belegte. Nun dürfen sie das Land
Schleswig-Holstein 2006 beim Bundesentscheid vertreten.
Auf unserer Jahreshauptversammlung wurde unser Gemeindewehrführer Thomas Schwedas mit großer Mehrheit in seinem Amt für weitere 6 Jahre bestätigt. Die Vereidigung durch Bürgermeister Ingo Zobel fand vor versammelter Mannschaft im Mai statt.
Ebenfalls auf unserer Jahreshauptversammlung wurde Bürgermeister Ingo Zobel zu unserem Ehrenmitglied ernannt und zum Löschmeister befördert.
Der 18. März wird für einige Kameraden in guter Erinnerung bleiben. Und das lag nicht nur an der versalzenden Suppe die ihnen gereicht wurde, sondern vielmehr daran, dass Thomas Schwedas zum 1. Hauptbrandmeister und Horst Wittorff zum Hauptbrandmeister (3 Sterne) befördert wurde. Diese Beförderungen waren notwendig geworden, da Kaltenkirchen mittlerweile über 20.000 Einwohner verfügte.
Für OBM Holger Gebauer wurde es ebenfalls ein
ereignisreicher Tag, da er von den Delegierten der Kreisversammlung, zum
Beisitzer in den Vorstand des Kreisfeuerwehrverbandes gewählt wurde.
Zum Schluss des Jahresberichtes möchten wir es nicht versäumen den Verantwortlichen der Stadt, allen voran dem Bürgervorsteher Herrn Siefert und den Bürgermeistern Herrn Zobel und Herrn Sünwoldt, den Vertretern der Stadt, aber auch den Damen und Herren der Verwaltung, insbesondere dem Ordnungsamtsleiter Herrn Köhler, unseren Dank auszusprechen.
Sie waren maßgeblich daran beteiligt, dass die Wehr im abgelaufenen Berichtsjahr mit einem neuen Löschgruppenfahrzeug - LF 20/20 - ausgestattet werden konnte. Dieses durfte Herr Bürgermeister Sünwoldt beim Tag der offenen Tür im Juni der Wehr übergeben.
Bedanken möchten wir uns ebenfalls bei allen anderen Feuerwehren, der Polizei, dem DRK, dem THW, der DLRG und allen anderen Verbänden, die mit uns gemeinsam arbeiten.
Der größte Dank für die geleistete Arbeit im
Jahr 2005 gilt aber wieder den Kameraden und Kameradinnen aus der Wehr und
aus der Jugendfeuerwehr. Mögen diese auch 2006 nicht müde werden und zum
Wohle aller Bürger, EHRENAMTLICH und FREIWILLIG, wieder viele Aufgaben
übernehmen und bewältigen.
Kaltenkirchen, den 31. Dezember 2005
Thomas Schwedas, 1. HBM (Gemeindewehrführer), Holger Gebauer, OBM
(Gruppenführer)