Jahresbericht 2009
1. Mitglieder
2. Ausbildungsstand
3. Einsätze
4. Dienstplan
5. Brandschutzerziehung
und –aufklärung
6. Gerätewartung
7. Veranstaltungen
8. Wettkämpfe
9. Personalien
10. Abschließende Bemerkungen
Die Freiwillige Feuerwehr Kaltenkirchen hatte
am 31.12.2009 folgenden Personalstand:
15 Ehrenmitglieder, 102 aktive Kameraden (darunter 9 Frauen), 20
Kameradinnen und Kameraden in der Jugendfeuerwehr, 461 fördernde Mitglieder
Zum Jahresanfang wurden Yannic Behrmann, Felix Clasen, Robert Gießel, Jan Hefner, Dominik Jebe, Eduard Moser, Yorek Radtke und Rebecca Riedel aus der Jugendfeuerwehr in die aktive Wehr übernommen. Nach ihrem Probejahr in der Feuerwehr Kaltenkirchen wurden Marcus Hannemann, Janina Mohr, Sven Puchalka und Ansgar Richter aufgenommen.
Leider hatten wir im Berichtsjahr vier Todesfälle zu verzeichnen. Wir werden Ehrenwehrführer Friedrich Wohler, Ehrenamtswehrführer Hugo Wittorff sowie den Kameraden Paul Erfurth und Michael Pörschke ein ehrendes Andenken bewahren.
Auf Gruppen-, Wehr-, Maschinisten- und Sonderdiensten wurden die Kameraden wehrintern aus- und weitergebildet.
Damit die Aus- und Weiterbildungen innerhalb der Wehr, sowie auf Kreisebene bei Lehrgängen des Kreisfeuerwehrverbandes aktuell durchgeführt werden können, war es auch im abgelaufenen Berichtsjahr notwendig, dass Kameradinnen und Kameraden an Lehrgängen unter anderem beim Kreisfeuerwehrverband Segeberg und Plön und an der Landesfeuerwehrschule in Harrislee und in Hamburg teilgenommen haben.
Insgesamt wurden 177 Lehrgangsplätze bei 41 Ausbildungsveranstaltungen durch Kaltenkirchener Kameradinnen und Kameraden belegt.
Im Jahr 2009 wurden wir zu insgesamt 163 Einsätzen gerufen. Somit wurde die Feuerwehr Kaltenkirchen vom Einsatzgeschehen eher unterdurchschnittlich belastet. Im letzten Jahrzehnt wurde die Wehr durchschnittlich zu 173 Einsätzen pro Jahr alarmiert.
Die Einsätze der Wehr im
vergangenen Jahr gliedern sich wie folgt auf:
10 Kleinbrände der Stufe A, 28 Kleinbrände der Stufe B, 3 Mittelbrände, 3
Großbrände, 67 Technische Hilfeleistungen, 8 Sonstige Einsätze und 31
Fehlalarmierungen.
Nachbarschaftliche Hilfe wurde von uns 12-mal gefordert und durchgeführt.
Zu den Großfeuern zählt unter anderem der Brand des Schützenhauses am 18. Mai. Als die ersten Einsatzkräfte eintrafen, brannte das Gebäude bereits in voller Ausdehnung. Es wurde ein umfangreicher Löschangriff mit dem TLF 24/50, dem Teleskopmast und der seit dem 15. Mai außer Dienst gestellten Drehleiter durchgeführt. Im Einsatzverlauf wurden die Wehren Oersdorf, Nützen und Kisdorf nachalarmiert. Ein Übergreifen der Flammen auf das Munitionslager und auf die Waffenkammer konnte verhindert werden.
Ein weiterer Großbrand wurde am 28. September im Wiesendamm bekämpft. Dort brannte ein seit 30 Jahren leerstehendes Einfamilienhaus.
Zu den längsten Anfahrten zu
einer Einsatzstelle im vergangenen Jahr zählte ein Einsatz am 28. Dezember
in Wahlstedt. Dort wurde bei Glatteis das Teleskopmastfahrzeug der Wehr zur
29 km entfernten Einsatzstelle zugeführt. Vor Ort wurde eine übergewichte
Person aus einer Wohnung durch ein Fenster transportiert und einem
Großraumrettungswagen der Berufsfeuerwehr Kiel übergeben.
Folgende Dienste wurden 2009 durchgeführt:
11 Arbeitstagungen des Vorstandes, 1 Jahreshauptversammlung, 1
Außerordentliche Mitgliederversammlungen, 12 Wehrdienste, 55 Gruppendienste,
10 Sonderausbildungen, 12 Ausbildungen zum Thema Absturzsicherung, 5
Maschinistenausbildungen, 2 Atemschutzausbildungen, 7
Gruppenführerfortbildungen, 10 Ausbildungsdienste der Führungsgruppe
5. Brandschutzerziehung und –aufklärung
Im Bereich Brandschutzerziehung und –aufklärung, unter der Leitung von Jochen Schümann, waren die Kameraden 2009 insgesamt 17-mal im Einsatz.
Eine Unterweisung in Theorie und Praxis von Feuerlöschern, sowie zum Thema ‚Verhalten im Brandfall’ erhielten 650 Mitarbeiter von div. Firmen, Kindertagesstätten, Schulen, Pflegeeinrichtungen und Vereinen.
Beim Tag der offenen Tür der
Feuerwehr Kaltenkirchen am 4. Juli, an zwei Tagen bei der Gewerbemesse in
Kaltenkirchen und am 5. September beim Globus-Baumarkt wurden die Besucher
über Rauchmelder und Feuerlöscher informiert.
Bei Einsätzen und Übungen wurden 309 Masken und 9 Vollschutzanzüge eingesetzt und mit 215 PA-Geräten 398.500 l Atemluft verbraucht. Davon insgesamt 256.500 l bei Einsätzen und 142.000 l bei Übungen.
Bei einer Feierstunde wurde
am 15. Mai 2009 der Freiwilligen Feuerwehr durch die Stadt Kaltenkirchen ein
neues Hubrettungsfahrzeug übergeben. Das neue Teleskopmastfahrzeug ersetzte
die 27 Jahre alte Drehleiter der Wehr. Im Rahmen dieser Veranstaltung wurde
die alte Drehleiter der Feuerwehr Kaltenkirchen an die dänische Partnerstadt
Aabenraa übergeben.
Folgende Veranstaltungen wurden im vergangenen
Berichtsjahr durchgeführt:
03.01.2009 Grünkohlessen in der Feuerwache, 15.05.2009 Feierstunde zur
Übergabe des Teleskopmastfahrzeuges, 03.10.2009 Oktoberfest, 06.11.2009
Laternenfest mit Umzug durch Kaltenkirchen, 20.11.2009 Preisskat- und
Knobelabend, 06.12.2009 Kinderweihnachtsfeier, 10.12.2009 Weihnachtsfeier
der Wehr
Das Gelingen all dieser Veranstaltungen haben
wir zu einem großen Teil unserem Festausschuss zu verdanken, der auch 2009
wieder hervorragende Arbeit geleistet hat. Karl-Heinz Möller und seinen
Helfern sei hier besonders gedankt.
Anfang August wurde die Wettkampfgruppe der
Freiwilligen Feuerwehr Kaltenkirchen zum 2. Mal nach 2008 Deutscher Meister
in der Verkehrsunfallrettung. Bei den Vergleichswettkämpfen der Feuerwehren
in Osnabrück belegte das Team vor den Feuerwehren Mönchengladbach und
Neuburg/Donau den ersten Platz.
Auf unserer Jahreshauptversammlung am 23.
Januar 2009 wurde als Gruppenführer der Reservegruppe Jürgen Wagner
bestätigt.
Am 12. März fand eine außerordentliche Mitgliederversammlung statt. Auf
dieser Sitzung wurde Maik Wittgrefe zum Gruppenführer gewählt. Die Wahl war
notwendig geworden, da durch den stetigen Personalzuwachs im Januar eine
neue Gruppe gebildet wurde.
Zum Schluss des Jahresberichtes möchten wir es nicht versäumen den Verantwortlichen der Stadt unseren Dank auszusprechen.
Bedanken möchten wir uns ebenfalls bei allen anderen Feuerwehren, der Polizei, dem DRK, dem THW und allen anderen Verbänden, die mit uns gemeinsam arbeiten.
Der größte Dank für die geleistete Arbeit im Jahr 2009 gilt aber wieder den Kameradinnen und Kameraden aus der Wehr und aus der Jugendfeuerwehr. Mögen diese auch 2010 nicht müde werden und zum Wohle aller Bürger, EHRENAMTLICH und FREIWILLIG, wieder viele Aufgaben übernehmen und bewältigen.
Kaltenkirchen, den 29.
Januar 2010
Thomas Schwedas, 1. HBM (Gemeindewehrführer), Dominik Mohr, HFM
(Schriftwart)