Worbis/Kaltenkirchen - Die erste Teilnahme der Jugendfeuerwehr Kaltenkirchen/Kreis Segeberg an den "Deutschen Meisterschaften" in Worbis/Thüringen war für die Jugendlichen ein besonderes Ereignis in Ihrer noch jungen Feuerwehrlaufbahn. Als erste Jugendfeuerwehr aus dem Kreis Segeberg schaffte sie im Jahr 2005 die Qualifikation auf Landesebene und durfte so in diesem Jahr, zusammen mit der Jugendfeuerwehr aus Dassendorf/Herzogtum-Lauenburg, das Land "Schleswig-Holstein" auf Bundesebene vertreten.
Am Freitag, den 1. September starteten die 24 Jugendlichen, ihre 4 Betreuer und 15 weitere Kameraden der Kaltenkirchener Feuerwehr gegen 11:00 Uhr in Kaltenkirchen. Nach 5 endlosen Reisestunden erreichten sie Worbis, wo die Mannschaft, 14 Mitglieder der Jugendabteilung und ihr Jugendfeuerwehrwart Danyel Leuschner, sogleich ihr Zimmer in der Worbiser Realschule bezogen und die Gegend erkundeten. Der Rest der Jugendlichen und die Schlachtenbummler bezogen in der städtischen Turnhalle ihre mitgebrachten Feldbetten. Das Quartier der Kaltenkirchener war sehr gut und hat für die perfekte Stimmung am Wochenende beigetragen.
Am Abend wurden bei einer Disco die ersten Kontakte zu den anderen Mannschaften geknüpft.
Morgens stand dann das erste Training auf dem Programm. Ein Löschangriff musste über eine Hindernisstrecke aufgebaut, ein angenommenes Feuer mit einer Kübelspritze zielgenau gelöscht, feuerwehrtechnische Gegenstände fachgerecht zugeordnet und vier verschiedene Knoten perfekt abgeliefert werden. Das alles schafften die Jungs in 63 Sekunden. Zu Hause, bei Ihren Übungen, benötigten sie hierzu noch über 10 Sekunden mehr.
Der zweite Teil des Wettkampfes bestand aus einem 400 m Hindernislauf. Hierbei war neben Geschicklichkeit vor allem die Geschwindigkeit gefragt.
Der Nachmittag war zur allgemeinen Erholung eingeplant. Am Abend präsentierten die Mannschaften sich und ihr Bundesland aus dem sie kamen. Eine der beiden bayrischen Mannschaften tat dies auf eine besonders langsame und amüsante Art. Jedoch sollte dieses nur die Konkurrenten täuschen! Am nächsten Tag wurden alle eines besseren belehrt.
Stellt sich nun die Frage was Jugendliche im Alter zwischen 12 und 18 Jahren an einem Sonntagmorgen um 5:30 Uhr am liebsten machen?
Natürlich aufstehen und frühstücken, damit Sie ihr Bundesland erfolgreich gegen 23 andere Mannschaften bei den Deutschen Meisterschaften vertreten können.
Um 9:15 Uhr hatte das Warten dann ein Ende und der A-Teil des Wettbewerbes begann.
Die Nervosität konnten die Jungs nicht ganz ablegen, so dass zwar die Zeit genauso schnell wie am Vortag war, sich jedoch ein paar kleine Fehler einschlichen.
Auch die schnellere Zeit beim fehlerfreien B-Teil reichte nicht mehr aus, um die gemachten Minuspunkte wieder auszugleichen.
Dachten die Teilnehmer nun die schwierigsten Aufgaben überstanden zu haben, wurden sie eines Besseren belehrt. Die schwerste Aufgabe stand noch bevor. Das lange Warten auf die Siegerehrung und das Einzelne aufrufen der anderen Mannschaften wurde für alle zur Tortur.
Endlich wurde der Name der Kaltenkirchener Wehr und des Landes Schleswig-Holstein aufgerufen. Platz 11 bei ihrer ersten Teilnahme. Super, alle waren zufrieden und die Fehler schnell vergessen. Schwerer hatte es wahrscheinlich die Dassendorfer Jugendfeuerwehr, die bereits zum wiederholten Male das Land auf Bundesebene vertreten durfte, und wären sie fehlerfrei geblieben, sogar den Wettbewerb gewonnen hätten. So mussten sie sich mit einem achten Platz zufrieden geben.
Zum Abschluss wurde dann im strömenden Regen die deutsche Nationalhymne gespielt und, der Fußball-Weltmeisterschaft sei Dank, mitgesungen.
Das die bayrische Mannschaft den ersten Platz belegt und Deutschland im nächsten Jahr bei den Europameisterschaften in Schweden vertreten darf, brauch ich wohl nicht mehr zu erwähnen. Hierzu wünschen wir ihnen natürlich alles Gute.
Verfasser: Holger Gebauer
Datum der Veröffentlichung: 04.09.2006
Weitere Informationen:
http://www.thfv.de/jugendfeuerwehr/worbis2006/index.htm
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