Am 1. Juli 2007 macht es bildlich gesprochen "Klick" bei der Rettungsleitstelle in Norderstedt: Von diesem Tag an werden die Dienstgeschäfte der bisherigen Rettungsleitstelle bei der Berufsfeuerwehr in Neumünster von den Norderstedtern mit übernommen.

"Hier und da hakt es noch, aber wir liegen voll im Zeitplan", heißt es aus berufenem Munde bei der Berufsfeuerwehr Neumünster. "Die Umschaltung wird zum 1. Juli 2007 vonstatten gehen, im Betrieb wird davon jedoch nichts zu merken sein." Die Disponenten der Rettungsleitstelle in Norderstedt sind zuversichtlich, was die geplante Übernahme der zwei Neumünsteraner Funkverkehrskreise angeht.
Ab dem Sonntag in einer Woche werden nicht nur alle Einsätze der Feuerwehren und des Rettungsdienstes in Neumünster von der Leitstelle in Harksheide übernommen, auch alle Notrufe aus dem Neumünsteraner Vorwahlbereich über die bekannte Rufnummer 112 werden von den örtlichen Disponenten entgegengenommen. Ein großes Projekt, das aber der Stadt Neumünster bares Geld sparen hilft. Eine Modernisierung der vorhandenen Leitstelle hätte viel Geld nötig gemacht, das im städtischen Haushalt einfach nicht vorhanden ist. So ist es logisch gewesen, sich in den benachbarten Kreisen umzusehen.
Zwar sieht das Leitstellenkonzept des Innenministeriums in Kiel eine Verringerung der Leitstellenzahl auf vier Regionalleitstellen schleswig-holsteinweit vor, die Kosten für die Übernahme des Betriebes durch die geplante Regionalleitstelle Mitte in Kiel wären aber erheblich höher geworden. Daher entschlossen sich die Verantwortlichen der Stadt Neumünster, Kontakte zum Kreis Segeberg aufzunehmen. Die dortige Leitstelle war erst vor kurzer Zeit auf den technisch aktuellen Stand gebracht worden und es gab noch freie Kapazitäten. So war der Entscheidungsweg kurz und schnell wurden die nötigen Vertragsverhandlungen eingeleitet.
Der schon bei Verhandlungsbeginn angestrebte Übernahmetermin 1.7.2007 konnte gehalten werden. In der Leitstelle in Norderstedt wurden mittlerweile zwei zusätzliche Disponententische installiert, so dass man auch für ein größeres Einsatzaufkommen gerüstet ist.
Die Leitstelle bei der Berufsfeuerwehr in Neumünster wird jedoch nicht vollständig verwaisen. Es wird eine ständige Besetzung durch einen Beamten bleiben, der sich um die Entgegennahme der Hausnotrufe des "Digifon"-Systems kümmern wird, den ausrückenden Löschzug der Feuerwehr mit den nötigen Objektdaten versorgen wird, Ansprechpartner für alle die Wache anfahrenden Einsatzkräfte ist und nach Feierabend der Verwaltung die städtische Telefondisposition übernehmen wird.
Gespannt erwarten jetzt alle den ersten Juli, auch wenn sich doch eigentlich gar nicht viel ändert...
Verfasser:
Heiko Kaack (Kreisfachwart für EDV und
Kommunikation Stadtfeuerwehrverband Neumünster)
Bilder: Kurt
Göttsche (Rettungsleitstelle Segeberg/FF Kaltenkirchen)
Link:
http://www.feuerwehr-nms.de/index.php?option=com_content&task=view&id=43&Itemid=1
Datum der Veröffentlichung: 20.06.2007
![]() |
![]() |