Am 8. September machten sich drei wackere Kaltenkirchner Feuerwehrleute mit ihren Frauen und Hunden auf den Weg über die windgepeitschte See nach Helgoland, um dort mit den Kameraden der Feuerwehr Helgoland Seiltechnik zu üben. Freundlich empfangen und gastfreundlich in der Feuerwache Oberland untergebracht (es gibt übrigens 4 Feuerwachen auf Helgoland und der Düne), rollten wir zuerst unsere Schlafsäcke aus und machten einen kleinen Spaziergang an den roten Klippen entlang. Leider waren die Wetterumstände etwas widrig, so dass eine Übung am roten Kliff auf der Wetterseite nicht möglich war.
So übten wir auf der windabgewandten Seite der Insel an einem 30 m hohen, befestigten Steilhang direkt unterhalb der Oberland-Promenade mit Blick auf den Hafen. Zwei Helgoländer Kameraden hängten sich in ca. 15 m Tiefe in den Hang und "mimten" verletzte Bauarbeiter. Unsere Aufgabe war es nun, die Kameraden mit dem von uns mitgebrachten Gerät zu retten. Wir entschieden uns nach entsprechender Eigensicherung, den ersten "Verletzten" im Tandemverfahren mit Rettungsdreieck und Radeberger Haken nach unten abzuseilen. Der zweite "Verletzte" wurden mit dem Flaschenzug nach oben hochgezogen. Diese Methode war nicht besonders patientenschonend und müsste im Realfall modifiziert werden. Nach drei Stunden Übung unter den interessierten Augen vieler Touristen beendeten wir den Tag mit einem Grillabend im Helgoländer Feuerwehrhaus im Kreis einiger Helgoländer Kameraden.
Am Sonntag genossen wir ein großartiges Frühstück in einem Café, bevor wir von Ulli über seine Insel geführt wurde. Wir besichtigten das Unterland-Feuerwehrhaus, das Kraftwerk und die Hummerzucht des Alfred-Wegener-Institutes. Anschließend blieb noch genügend Zeit zum zollfreien Einkaufen. Nachdem wir bei sehr rauer See mit den Bördebooten wieder unser Schiff erreicht hatten, kehrten wir bei wiederum stürmischer See (diesmal mit Seegang von der Seite) nach Büsum zurück. Ein sehr schönes und erlebnisreiches Wochenende lag hinter uns.
Wir danken noch einmal Ulli und seinen Kameraden für die freundliche Aufnahme und Gastfreundschaft auf der Insel sowie die herausragende Übung, die uns sehr viel Spaß gemacht hat und etwas ganz anderes darstellte als die Dinge, die wir vom Festland kennen. Wir würden uns sehr über eine Wiederholungsmöglichkeit freuen!
Wir hoffen, dass die Helgoländer Kameraden bald zu einem Gegenbesuch zu uns kommen werden!
Verfasser: BM Dr. Stefan Paululat
Datum der Veröffentlichung:
19.09.2007
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