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Nebel-Nägel sollen den "Flashover" verhindern

Die "Fog-Nails" werden per Spezialhammer durch die Tür geschlagen. Dann wird ein feiner Wassernebel erzeugt, der die Flammen erstickt.

Kaltenkirchen - Ein Feuer in einem Zimmer zu bekämpfen, ohne die Tür zu öffnen - das ist ein Kunststück, das die Freiwillige Feuerwehr Kaltenkirchen in einem Abbruchhaus am Wulfskamp trainiert hat. Gerade mal 2000 Euro haben die "Fog-Nails" (Nebel-Nägel) gekostet, die den nahezu gefahrlosen Einsatz bei einem Brand möglich machen. Gruppenführer Stefan Paululat (41) erklärte seinen Kameraden das Prinzip: "Die Nägel werden per Spezialhammer durch die Tür geschlagen. Dann wird ein feiner Wassernebel erzeugt, der die Flammen erstickt." Das Wasser wird durch die Öffnungen hindurchgepumpt.

Damit vermeiden die Einsatzkräfte einen "Flashover", der bei einer herkömmlichen Öffnung der Tür entstehen kann. Der Effekt ist gefürchtet: Durch die plötzliche Sauerstoffzufuhr breitet sich der Brand explosionsartig aus.

Ein weiterer Vorteil der "Fog-Nails": Bei einem Löscheinsatz wird weit weniger Wasser verbraucht. Mit den "Fog-Nails" können sogar Brandschutztüren durchstochen werden, sagt Stefan Paululat.

Der Einsatz der Nebel-Nägel gehörte zu einer großen Übung mit 50 Helfern in dem dreigeschossigen Gebäude, das der Bauverein demnächst abreißen will und der Feuerwehr deshalb zur Verfügung gestellt hatte.

Dort mussten die Einsatzkräfte außerdem acht "Verletzte" aus Wohnungen retten. Auch ein Sprungpolster stand bereit. Im Keller brennt es tatsächlich: Eine Gas-Übungsanlage sorgt für reale Hitze.

Quelle: Hamburger Abendblatt Online, Norderstedter Zeitung
Link:
http://www.abendblatt.de/daten/2007/09/15/794319.html
erschienen am 15. September 2007

 

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