Kaltenkirchens Feuerwehr bekommt auf 32 Meter ausfahrbares Rettungsgerät
Kaltenkirchen - Mit einem Teleskopmast statt mit der Drehleiter sollen die Kameraden der Kaltenkirchener Feuerwehr ab dem kommenden Jahr zu luftigen Einsätzen in die Höhe fahren. Für 577 000 Euro wird ein so genanntes Teleskopgelenkmast-Fahrzeug angeschafft. Das gab Bürgermeister Stefan Sünwoldt auf der jüngsten Einwohnerversammlung bekannt.
Der Grund für die Neuanschaffung: Die Drehleiter mit 23 Meter maximaler Einsatzhöhe wird inzwischen seit 26 Jahren in Kaltenkirchen genutzt. "Teure Reparaturen sind absehbar", berichtete Wehrführer Thomas Schwedas. Daher beantragte er bei der Stadt eine Ersatzbeschaffung. "Ein Mast wird günstiger, da bei der Produktion einer Leiter noch relativ viel Handarbeit erforderlich ist", erläuterte Schwedas.
Gekauft werden soll das Modell B32 des Karlsruher Herstellers Metz Aerials. Der Mast lässt sich auf 32 Meter ausfahren. An ihm ist der Korb für die Rettungskräfte montiert. An der Drehleiter muss er vor jedem Einsatz erst einhängt werden. Im Gegensatz zur aktuellen Konstruktion kann der Korb am Teleskopmast geschwenkt werden. "Gerade bei einem Einsatz am Hochhaus ‚Karl der Große’ im Flottmoorring würde der Mast Vorteile bringen", so Schwedas. Montiert wird der Teleskopmast auf einem Mercedes-Chassis. Das neue Rettungsgerät für die derzeit 103 Aktiven in der Wehr soll im Frühjahr 2009 geliefert werden.
Die Anschaffung muss die für die Ausrüstung der Feuerwehr zuständige Stadt nicht allein tragen. Wie die Verwaltung mitteilte, wurde ein Zuschuss von 154 500 Euro aus Mitteln der Brandschutzsteuer beantragt. Einnahmen dürfte auch noch die alte Drehleiter bringen. Sie soll nach Auskunft von Schwedas verkauft werden.
Quelle:
Segeberger Zeitung
Link:
http://segeberg.nordclick.de/
erschienen am 25. November 2008