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Übung mit der Seiltechnikgruppe der Feuerwehr Helgoland

Am Samstag, den 19.09.2009 sind Kameraden der Feuerwehr Kaltenkirchen zu einer Übung mit der Seiltechnikgruppe der Feuerwehr Helgoland zur Hochseeinsel aufgebrochen. Ab Büsum ging es mit der Funny Girl zur Insel. Auf Helgoland wurden das Gepäck und die Ausrüstung auf einer Handkarre geladen und zur Unterlandwache gebracht. Da in der Hauptarbeitszeit, wenn die Schiffe vom Festland da sind, keiner der Helgoländer Zeit hatte, haben wir uns um 16 Uhr an der Unterlandwache getroffen und sind mit dem Florian Pinneberg 28/14 und 28/19 und der Ausrüstung zum Fernsehmast aufs Oberland gefahren.

Hier gibt es einen ehemaligen Bunkergang, der aber nach drei Metern im Fels mit Geröll versperrt ist. Aus diesem Bunkergang wurden mit verschiedenen Rettungstechniken zwei "Verletzte", gespielt durch die Helgoländer Kameraden, gerettet und zum Klippenfuß gebracht. Die Schwierigkeit der Rettung bestand zum Einen darin, dass erst über den Klippenrand gestiegen werden musste, bevor das Seil, wie gewohnt, von oben kam. Zum Anderen ist die Klippe mit losem Fels nicht mit einem Baukran oder einem Haus zu vergleichen. Es musste ständig mit herabfallenden kleinen Felsstücken gerechnet werden. Am Ende der Übung wurden wir alle mit einem Bilderbuch-Sonnenuntergang für die Anstrengung belohnt. Als wir vor zwei Jahren schon einmal mit der Helgoländer Feuerwehr zusammen geübt haben, konnten wir an dieser Stelle aufgrund der schlechten Wetterverhältnisse nicht üben.

Für den Sonntag wurde noch eine zweite Übung am Schornstein des Helgoländer Kraftwerks angesetzt. Obwohl Helgoland bereits über das 30 KV-Kabel zum Festland nach St. Peter-Ording verfügt, müssen sie den Strom für die Insel immer noch selbst erzeugen. Die Einspeisung vom Festland soll aber in Kürze beginnen. Dann wird das Kraftwerk nun noch für die Fernwärmeerzeugung benötigt, bis auch diese auf Strom umgestellt wird. Das Kraftwerk bleibt aber weiterhin bestehen, um bei einem Stromausfall vom Festland, die Insel mit Strom versorgen zu können.

Der Schornstein hat eine Gesamthöhe von 85 Metern. Wir hatten bei der Übung nur eine Höhe von etwa 26 Metern. In dieser Höhe war die Aufgabe eine Person aus der Leiter zu retten. Mit einem Rettungsgerät wurde die Person angehoben und zur nächsten Plattform abgelassen. Gegen Mittag war auch diese Übung erfolgreich beendet. Anschließend wurden wir noch zur Hafenrundfahrt eingeladen und hatten so die Möglichkeit, Helgoland noch mal vom Wasser zu sehen.

Bei sehr ruhiger See ging es dann um 16 Uhr wieder zurück nach Büsum.

Verfasser: Axel Tetzlaff
Datum der Veröffentlichung: 22.09.2009
Fotos: FF Helgoland und FF Kaltenkirchen
 


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